Absicherung Ihrer Arbeitskraft

Das Risiko, berufs- oder erwerbsunfähig zu werden, ist weitaus höher, als die meisten vermuten. Laut Statistik trifft es jeden vierten Arbeitnehmer vor der normalen Altersrente. Viele sind sich über die Risiken und das Ausmaß dieser Versorgungslücke gar nicht bewusst. Das die gesetzliche Rentenversicherung für den Fall einer Berufsunfähigkeit nicht ausreicht, sind sich Experten sowie auch die Stiftung Warentest bewusst. Der erlernte Beruf spielt beim gesetzlichen Invaliditätsschutz keine Rolle mehr seit dem Jahre 2001.

Beispiel: Ein Bäcker, der wegen einer Mehlstauballergie nicht mehr arbeiten kann, bekommt keine Berufsunfähigkeitsrente von der gesetzlichen Rentenversicherung wenn er mindestens noch sechs Stunden pro Tag irgendeine andere Tätigkeit ausüben könnte. Nur wenn er vor dem 2. Januar 1961 geboren ist profitiert er als Altversicherter von einer Sonderregelung. Entscheidend ist ausschließlich ob sich ein Arbeitnehmer auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt noch einsetzen lässt. Auch hoch qualifizierte Arbeitnehmer können auf einfachste Tätigkeiten verwiesen werden.

Voraussetzung für eine Rente von der gesetzlichen Rentenversicherung ist eine Wartezeit von fünf Jahren. Mindestens 60 Monate lang muss der Erkrankte zuvor Beiträge in die Rentenversicherung eingezahlt haben, davon wiederum mindestens 36 Monate, also drei Jahre Pflichtbeiträge in den letzten fünf Jahren vor der Erkrankung. Gerade Berufsanfänger haben über die gesetzliche Rentenkasse keinen Anspruch auf Leistung. Darum sollten sich jüngere Arbeitnehmer über die Absicherungsmöglichkeiten mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung informieren. In jungen Jahren sind die Beiträge niedriger und das Risiko von Vorerkrankungen ist auch noch nicht so hoch. Ich finde gerade für handwerkliche Berufe wie zum Beispiel Estrichleger/Fliesenleger, Dachdecker, Maurer, Schlosser, Installateure oder Gebäudereiniger um einige zu nennen, eine Absicherung für den Fall einer Berufsunfähigkeit unverzichtbar da für diese Berufe das Risiko einer Berufsunfähigkeit sehr hoch ist.

Die fünf häufigsten Ursachen für eine Berufsunfähigkeit sind psychische Erkrankungen, Herz- Kreislauferkrankungen, Muskel- Skeletterkrankungen, Krebs und Nervenkrankheiten.

Oft wird das Erwerbs- oder Berufsunfähigkeitsrisiko verdrängt, gerade in jüngeren Jahren. Ich kann Ihnen aber sagen das ich schon des Öfteren von Menschen gehört habe „hätte ich doch nur“. Meist sind das Menschen um die 50 Jahre die sich dann klar werden das Sie wegen körperlichen Beschwerden den Beruf nicht mehr bis zum Rentenalter durchhalten. Dann ist es mit dem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung aufgrund der Gesundheitsfragen oft zu spät oder es gibt Leistungsausschlüsse. Psychische Erkrankungen können jeden Treffen und gerade in der immer mehr stressigen und auf Leistung getrimmten Arbeitswelt die häufigste Ursache für eine Berufsunfähigkeit.

Der Berufsunfähigkeitsschutz richtig versichert ist nicht billig. Allerdings kann sich jeder ausrechnen, was passiert wenn er und seine Familie den gewohnten Lebensstandard verlieren. Ein 45 jähriger Arbeitnehmer mit Familie und einem Nettogehalt von 2.300 € würde bei gleichbleibendem Einkommen immerhin noch auf eine Gehaltssumme von 552.000 € kommen, wenn er bis zum 65 Lebensjahr arbeitet. Was ist wenn ein Haus gebaut wurde oder eine Eigentumswohnung erworben wurde? In den meisten Fällen werden Immobilien auf Kredit gekauft und die Finanzierung ist auf das aktuelle Gehalt abgestimmt.

Eine eigene persönliche Risikoeinschätzung sollte jeder  für sich durchgehen. Die Entscheidung liegt bei jedem selber.

Weitere Informationen über das Thema finden Sie bei unserer Kategorie Berufsunfähigkeitsversicherung .

Der kurze Film erklärt das Thema ganz gut.